Unser Engagement

„Klein und fein“ – grosse Ambitionen, menschlich geblieben.

Das Murten Licht-Festival ist ein Kulturprojekt, das tief in seiner Region verwurzelt ist. Jedes Jahr kommen Künstler:innen, Schulen, Institutionen, Unternehmen, Vereine, Einwohner und Lichtbegeisterte zusammen, um Murten in einen Ort der Kreativität, der Begegnung und des Austauschs zu verwandeln.

Unser Motto «klein und fein» bringt unsere Philosophie auf den Punkt: Mit einer überschaubaren Struktur viel bewegen, Qualität statt Grösse in den Vordergrund stellen und eine persönliche Nähe zwischen Künstler:innen, Mitwirkenden und Publikum schaffen.

Wir sind überzeugt, dass sich ein Festival nicht allein an der Anzahl seiner Besucher:innen messen lässt, sondern auch an den Begegnungen, die es ermöglicht, an den Talenten, die es fördert, an den Verbindungen, die es zu seiner Region schafft, und an dem Raum, den es jeder und jedem Einzelnen gibt.

Licht als gemeinsame Sprache

Licht steht im Zentrum unserer künstlerischen Identität. Es ist zugänglich, universell und überwindet Sprachbarrieren. Es verwandelt den öffentlichen Raum und lädt dazu ein, Murten mit neuen Augen zu entdecken. Im Zusammenspiel von Kunst, Technologie und Kulturerbe wird Licht zu einer gemeinsamen Sprache, die Künstler:innen, Einwohner:innen, Schulen und Besucher:innen miteinander verbindet.

Deshalb basiert unser Engagement auf drei Dimensionen: unsere Region erlebbar machen, neue Impulse schaffen sowie Kultur vermitteln und möglichst vielen Menschen zugänglich machen.

Die lokale Verankerung steht im Zentrum unserer Identität. Jede Ausgabe ist das Ergebnis einer kollektiven Arbeit, die zahlreiche Akteur·innen der Region vereint: Künstler·innen, Schulen, Institutionen, Vereine, Unternehmen, Handwerker·innen, Freiwillige und Einwohner·innen.

Diese Zusammenarbeit verleiht dem Festival eine besondere Dimension: Das Know-how und die Energien der Region kreisen nicht nur um das Festival, sie tragen direkt zu seiner Entstehung bei.

Eine Region, zwei Sprachen, eine Kultur, die verbindet

Murten liegt am Schnittpunkt der französisch- und deutschsprachigen, hier gehört die Zweisprachigkeit zum Alltag. Das Festival möchte diesen Reichtum widerspiegeln und veröffentlicht alle Inhalte zweisprachig. Gleichzeitig lebt auch unser Team diese Zweisprachigkeit im Arbeitsalltag – in einem fröhlichen, französisch-deutschen Stimmengewirr.

Das Festival macht dies durch sein Zweisprachigkeitsprojekt zu einer Stärke: Jedes Jahr treffen sich französisch- und deutschsprachige Primarschulklassen der Region, um gemeinsam ein Lichtkunstwerk zu entwickeln und umzusetzen.

Über das fertige Werk hinaus ermöglicht dieser Ansatz den Kindern, zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen und gemeinsam über die Sprachbarriere hinweg zu schaffen.

Eine Dynamik, von der die ganze Region profitiert

Das Festival trägt auch zur lokalen Wirtschaftstätigkeit bei, indem es auf zahlreiche Unternehmen, Dienstleister und Kompetenzen der Region zurückgreift. Die Geschäfte, Hotels und gastronomischen Betriebe vor Ort sind ebenfalls vollständig Teil dieser Dynamik: Durch ihre Gastfreundschaft, ihre Aktivität und ihre Präsenz tragen sie dazu bei, Murten zum Leben zu erwecken und das Festivalerlebnis zu begleiten.

So mobilisiert sich hinter den Lichtern und Installationen ein ganzes lokales Ökosystem, um der Veranstaltung Leben einzuhauchen und die Region zum Strahlen zu bringen.

Die Kulturvermittlung nimmt in unserem Ansatz einen wesentlichen Platz ein. Wir möchten, dass das Publikum nicht nur Zuschauer ist, sondern verstehen, experimentieren, schaffen und am künstlerischen Projekt teilhaben kann.

Deshalb entwickeln wir Kooperationen mit Schulen und Institutionen der Region und geben jungen Menschen die Gelegenheit, die Berufe der Kreativbranche zu entdecken und konkret an einem professionellen Kulturprojekt teilzunehmen.

Vom Klassenzimmer zur offiziellen Programmation

Mehrere Klassen der Region tragen jedes Jahr zur Realisierung von Installationen bei. Einige Einrichtungen gehen noch weiter und konzipieren ihre eigenen Werke.

Die Schüler·innen der OS Domdidier im Rahmen eines speziellen Wahlfachs sowie die Studierenden der eikon, Schule für Kunst und visuelle Kommunikation, erdenken und realisieren künstlerische Projekte, die anschliessend in die offizielle Programmation des Festivals integriert werden.

Für diese jungen Kreativen wird das Festival so zu einem echten Experimentierfeld: ein Ort, an dem eine in der Schule entstandene Idee im öffentlichen Raum Gestalt annehmen und auf ein echtes Publikum treffen kann.

Raum für Schweizer Kunstschaffen

Das Festival möchte zur Entwicklung der Lichtkunst in der Schweiz beitragen und einen Experimentierraum an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und öffentlichem Raum bieten.

Es möchte auch die Vitalität der Schweizer Kunstszene unterstützen, indem es etablierten Künstler·innen, lokalen Kreativen und aufstrebenden Talenten einen Platz gibt, ihre Begegnung mit dem Publikum fördert und den Besucher·innen ermöglicht, vielfältige und zeitgenössische künstlerische Universen zu entdecken.

Magie entsteht erst, wenn sie geteilt werden kann.

Wir möchten, dass das Festival eine kulturelle Veranstaltung ist, die möglichst vielen Menschen zugänglich ist, unabhängig von Alter, Situation oder Fähigkeiten.

Unser Ansatz zur Barrierefreiheit umfasst insbesondere Führungen für blinde und sehbehinderte Personen, Anpassungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität, einen Leicht-Lesen-Führer sowie Tarife, die es Menschen mit begrenzten Mitteln ermöglichen, am Festival teilzunehmen.

Für uns beschränkt sich Barrierefreiheit jedoch nicht auf praktische Anpassungen.

Sie ist Teil einer umfassenderen Vision der Kulturvermittlung: die Bedingungen zu schaffen, damit jede und jeder verstehen, entdecken, teilnehmen und auf seine Weise ein kulturelles Erlebnis haben kann.

Einige konkrete Massnahmen und Projekte

Schulen und regionale Institutionen

Jedes Jahr nehmen mehrere Schulen und Institutionen der Region durch künstlerische Installationen am Festival teil. Zu ihnen gehören eikon, die HEIA-Fr, die OS Domdidier und das Institut St-Camille. Diese Kooperationen ermöglichen es Schüler·innen, Studierenden und Bewohner·innen, ihre Projekte im öffentlichen Raum zu verwirklichen.

Sehbehinderung

Spezielle Führungen ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, das Festival unter angepassten Bedingungen zu erleben. Dank einer speziell auf sie abgestimmten Begleitung fördern diese Führungen das sinnliche Erleben und bieten jedem und jeder die Möglichkeit, das Festival in vollen Zügen zu geniessen.

Spezialisierte Stiftungen

Das Festival arbeitet mit mehreren spezialisierten Stiftungen der Region zusammen, insbesondere Applico und VAM. Diese Partnerschaften ermöglichen es, verschiedene Fähigkeiten hervorzuheben, die Teilnahme von Menschen mit Behinderung oder auf Arbeitssuche zu fördern und Austausch zu schaffen, der über das Festival hinausgeht.

Zweisprachigkeit

Seit 2019 arbeiten jedes Jahr französisch- und deutschsprachige Klassen der Region mit einem oder einer professionellen Künstler·in an einem gemeinsamen Lichtwerk zusammen. Dieses Projekt ermöglicht es den Schüler·innen, gemeinsam zu schaffen, ihre Ideen zu teilen und die Sprachbarriere durch ein kollektives künstlerisches Erlebnis zu überwinden.

Dekogruppe

Seit 2022 erdenkt, fertigt und installiert ein Kollektiv von Murtner Einwohner·innen, die von Licht begeistert sind und von Profis begleitet werden, dekorative Elemente. Diese Kreationen verwandeln die Gassen in ein märchenhaftes und immersives Universum und laden die Besucher·innen ein, die magische Atmosphäre des Festivals in vollen Zügen zu geniessen.

Leicht-Lesen-Führer

Ein Leitfaden in „Leichter Sprache“ ermöglicht es allen, ihren Besuch selbstständig vorzubereiten. Dank vereinfachter Sprache, einer klaren Darstellung und dem Einsatz von Piktogrammen erleichtert er den Zugang zu den wichtigsten Informationen und ermöglicht es mehr Menschen, das Festival in vollen Zügen zu geniessen.

Lokale Geschäfte

Das Festival schenkt den Geschäften der Region besondere Aufmerksamkeit, insbesondere den Akteur·innen der Gastronomie. Alle Aussenstände werden von lokalen Gastronom·innen betrieben: Keine externen Dienstleister werden zugelassen. Dieser Ansatz ermöglicht es, lokale Geschäfte zu bevorzugen und die regionale Wirtschaft zu unterstützen.

Zugängliche Tarife

Das Festival möchte Kultur möglichst vielen Menschen zugänglich machen. Inhaber·innen einer Carte Culture Caritas profitieren daher von einem Vorzugstarif beim Eintritt. Der Eintritt ist auch für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung kostenlos, um ihnen den Festivalbesuch zu erleichtern.

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